Dienstag, 29. Juli – Altenberg und Bergbau
Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir um 10:00 Uhr mit dem Bus nach Altenberg. Auf dem Weg dorthin ließ sich sogar die Sonne blicken und tauchte die Landschaft in ein wunderschönes Licht.
Altenberg empfing uns ebenfalls mit Sonnenschein. Ein kleiner Fernblick war trotz des wechselhaften Sommerwetters möglich.
Unser Ziel war das Bergbaumuseum. Der Weg dorthin führte uns vorbei am Skihang, dem Bunten Kaffeehäus’l und dem Restaurant „Erzgebirge“. Selbst eine ungewöhnliche Reparaturwerkstatt lag auf unserer Route.
Das Museum selbst war einst eine Produktionsstätte und bot interessante Einblicke in den Zinnerzabbau. Der Besucherstollen war ein besonderes Erlebnis. Bei kühlen 8 Grad, tropfender Nässe an den Wänden und dem lauten Geräusch der Pressluftbohrmaschine waren alle froh, wieder an die frische Luft zu kommen.
Auf dem Rückweg kam die Wärme zurück, und im Eiscafé beim Bunten Häus’l ließen wir uns Kuchen, Eis und Kaffee schmecken. Schnell waren wir uns einig: Bergfrau oder Bergmann wird im nächsten Leben wohl keiner von uns.
Nach einer heiteren Kaffeerunde ging es mit dem Bus zurück nach Schmiedeberg. Ein wohlschmeckendes Abendessen und gute Gespräche rundeten diesen schönen Tag ab.
Dann bis morgen.
Mittwoch, 30. Juli – Uhrenmuseum Glashütte
Nach unserer gemeinsamen Morgenmeditation trafen wir uns zum Frühstück gegen 8:00 Uhr. Heute stand der Besuch im Uhrenmuseum Glashütte auf dem Plan.
Wie gewohnt trafen wir uns an der Sonnenblume, bevor es mit dem Bus nach Glashütte ging. Vom Busbahnhof aus waren es nur wenige Gehminuten bis zum Museum – und das war gut so, denn es regnete wieder einmal.
Das Museum wirkte zunächst wie viele andere, doch als Birte, unsere Museumsführerin, uns erklärte, dass wir uns im originalen Klassenzimmer der Uhrmacher-Lehrlinge befanden, wurde es richtig spannend. Die Reise durch die Jahrhunderte der Uhrenherstellung wurde zu einer sehr interessanten Geschichte.
Ich kann nun verstehen, warum mein Großvater seine Taschenuhr wie einen Schatz gehütet hat. Als wir das Museum verließen, waren wir uns einig: Uhrmacher sind wahre Künstler.
Nach einem kleinen Mittagessen im Gasthaus gegenüber besichtigten wir noch die Kirche und schlenderten durch die kleine Stadt. Das Wetter besserte sich, die Sonne kam heraus – gerade rechtzeitig für unseren geplanten Grillabend mit der Kindergruppe, die ebenfalls im Martin-Luther-King-Haus untergebracht war.
Ein weiterer schöner Tag ging zu Ende.
Bis morgen.
Donnerstag, 31. Juli – Botanischer Garten Schellerhau
Der Morgen begann wie gewohnt. Doch als ich bei unserer kleinen Morgenrunde die Karte der Wunderblume zog, war ich besonders gespannt auf den Ausflug nach Schellerhau in den Botanischen Garten.
Nach dem reichhaltigen Frühstück standen wir wieder pünktlich am Bus. Unsere Busfahrer werden uns sicher vermissen.
Die Fahrt führte stetig bergauf. Der zu DDR-Zeiten bekanntere Ort Schellerhau zeigte sich von seiner besten Seite – mit gepflegten Gärten und hübschen Häusern.
Der Botanische Garten, auf 761 Metern Höhe gelegen, beherbergt rund 1.400 verschiedene Pflanzenarten. Als ich durch das Eingangstor trat, dachte ich sofort an die Wunderblume – und tatsächlich entdeckte ich eine, ebenso wie einen Wunderbaum. Besonders beeindruckt hat mich der Schneeglöckchenbaum, von dessen Existenz ich bisher nichts wusste. Auch die „Gewöhnliche Kuhschelle“, eine Art Pusteblume, war bemerkenswert.
Die Zeit verging wie im Flug. Am Ausgang blieb noch etwas Zeit für einen kleinen Spaß, bevor wir durch den malerischen Ort zurück zum Bus spazierten. Einige gingen anschließend noch Mittag essen, die meisten entschieden sich aber für eine gemütliche Kaffeerunde auf unserer überdachten Terrasse.
In Gesprächen ließen wir die letzten Tage Revue passieren. Plötzlich wurde unsere Unterhaltung unterbrochen – denn endlich fuhr sie direkt an uns vorbei: die Weißeritztalbahn.
Beim Abendessen war uns allen klar: Morgen ist der letzte Tag.
Zum Abschluss trafen wir uns noch einmal zum Karten- und Rummikubspielen. Kurz vor dem Schlafengehen lösten drei einfache Worte noch einmal große Heiterkeit aus – sogar Freudentränen flossen.
Ein gelungener letzter Abend.
Freitag, 1. August – Abschied
Ohne Hektik bereiteten wir uns auf die Abreise vor. Nach dem Frühstück verabschiedete uns herzlich die Herbergschefin. Sie würde sich freuen, uns bald wieder begrüßen zu dürfen. Am Treffpunkt Sonnenblume hieß es endgültig Abschied nehmen. Nun ging es zurück nach Hause.
Ach ja – die drei einfachen Worte, die am letzten Abend für so viel Gelächter sorgten, könnt ihr ab Mittwoch in unserer ASB-Gruppe erfahren.
Wer es noch nicht weiß, sollte unbedingt vorbeikommen.