Wie das geht mit den Zuckertüten geht? Das fragten wir uns selbst! Von Erzählungen der Erzieherinnen wussten wir, dass sich die großen Bäume in unserem Kita-Garten in Zuckertütenbäume verwandeln können, wenn man sie mit Zauberpulver gießt. Aber niemand konnte uns sagen, wo wir dieses ominöse Pulver herbekommen können. Wir beschlossen, unseren Freund den Regenbogenfisch um Hilfe zu bitten. Nach ein paar Tagen schickte er uns ein großes Glas mit Muschel-Glitzer-Zauberpulver. Angemischt mit Wasser sprudelte es, roch süßlich und schimmerte in den tollsten Farben. Wenn wir kräftig umrührten, konnten wir sogar eine spitze Zuckertüte im Wasser erkennen. Damit gossen wir die große Eiche im Garten und verwöhnten sie mit allerlei schönen Dingen. An manchen Tagen wuchsen sogar kleine Zuckertüten, in denen Rätsel, Rechenaufgaben oder Gummibärchen für uns versteckt waren, aber trotzdem war nie für jeden eine große Tüte daran. Auch zum Tag unseres Zuckertütenfestes waren nur drei Tüten am Baum zu finden. Irgendetwas fehlte also noch...
In Vorbereitung auf unser Zuckertütenfest übten wir mit unseren Erziehrinnen Tina und Marie ein tolles Programm aus Tanz, Liedern und Gedichten ein, dass wir unseren Eltern und Geschwistern zum Zuckertütenfest voller Stolz präsentierten. Gerade als wir dabei waren, den Zuckertütenbaum noch einmal zu gießen, kam eine Überraschung um die Ecke - die Postfrau, die uns eine weitere Nachricht vom Regenbogenfisch überbrachte. Wir sollten auf die Suche nach 3 Dingen gehen, die wir als guter Schüler jeden Tag benötigen würden. Erst wenn wir diese drei Dinge zusammen haben, können auch Zuckertüten wachsen. Schon war unsere Neugier geweckt und gemeinsam mit unseren Familien machten wir uns auf den Weg. Am Siedlerweg trafen wir auf den Osterhasen, der uns um unsere Hilfe beim Sortieren der Ostereier bat. Im Nu teilten wir die Eier in der richtigen Menge in die Kisten auf. Dass der für die Schule benötigte Fleiß in uns steckt, haben wir somit bewiesen. Weiter ging es in Richtung Fliederweg, wo uns die Hummel Bommel um die Ohren flog und wissen wollte, ob wir eine Mutprobe bestehen können. Sie musste uns nicht lange herausfordern und jeder traute sich, mit geschlossenen Augen zu balancieren und sich rückwärts von einem Stuhl auf eine Matte fallen zu lassen. In jedem von uns steckt also auch großer Mut, neue Aufgaben anzugehen. Auf unserem Rückweg in den Kindergarten trafen wir am Spielplatz noch auf unseren lieben Freund den Regenbogenfisch, dem wir gemeinsam den Fischetanz aus unseren Weihnachtsmärchen vortanzten. Ihm gefiel dieses Gemeinschaftsgefühl so gut, dass er jedem eine seiner Glitzerschuppen schenkte, die ein Rätsel in sich bargen. In der richtigen Reihenfolge zusammengesetzt, ergaben sie das Wort „Zuckertüten“ und zeigten einen Baum, an dem Zuckertüten hingen. Das war der endgültige Beweis, dass wir alle drei Dinge gefunden hatten und unser Traum von Zuckertüten in Erfüllung gegangen war. Wir liefen so schnell wie möglich in den Kitagarten und konnten unser Glück nicht fassen - für jeden war eine wunderschöne Zuckertüte gewachsen. Was für ein Abenteuer! Wir hatten es gemeinsam mit Fleiß und Mut geschafft und freuten uns sehr über unseren Erfolg! Nach aller Aufregung genossen wir bei der Hüpfburg, dem Graben nach Edelsteinen im Sandkasten, Anfertigen von Glitzertattoos, dem Spritzenhaus der Feuerwehr und weiteren kleinen Stationen einen ausgelassenen und sehr harmonischen Abend mit unseren Familien und Erzieherinnen. Für leckeres Essen und Getränke hatten unsere Eltern gesorgt und dank der Spendeneinnahmen vom Weihnachtsmärchen konnte unser Wunsch nach Eis in Erfüllung gehen.
Danke sagen wir Vorschulblitze mit Tina und Marie an alle, die uns bei der Vorbereitung und Durchführung dieses gelungenen Festes unterstützt haben!


